September

28. 09.2007

Ich melde mich hier auch mal wieder. Diese Woche war "Rebane Päev" (Fuchs-Woche) und so mussten wir Zehntklässler drei Tage lang machen was die Zwölftklässler und sagten. Die drei Tage über mussten wir immer rote Sachen tragen und als Schultasche mussten wir einen Eimer oder einen großen schwarzen Müllsack nutzen.  Ansonsten wurde so einiges mit uns angestellt. Wir wurden ständig mit Essig, Senf und verdünnter Milch bespritzt. Eine Mitschülerin wurde komplett geduscht mit Essig, weil sie zu spät war. Ansonsten mussten wir über den Sportplatz robben, Mittag mit Stäbchen essen (sehr klasse, da es zwei mal Suppe gab), ein Schokoladen-Limonaden Mix essen/trinken und eine Menge anderes Zeugs. Schlussendlich war es sehr gut, dass wir alle Wechselsachen und Kaugummi mithatten.

Nun ist das auch vorbei und die Schule geht normal weiter. Wobei normal auch nicht so wirklich, weil wir immer noch keinen Stundenplan haben. Zurzeit wissen wir nichteinmal welche Stunden wir Montag haben.

16.09.2007

Erstmal zu gestern, da war ich mit meinen Gastschwestern wieder allein. Aber eher was anderes, hier ist nämlich ein Panzer die Straße entlang gerollt. Das war dann doch sehr komisch. Später kam aber die Auflösung warum hier mal eben ein Panzer entlang fährt, der sollte nämlich einen Bagger aus dem Schlamm ziehen.

Ansonsten gibt es anscheinend schon wieder Stress zwischen Russland und Estland. Viel habe ich zwar nicht verstanden, was ich verstanden habe war aber wirklich nicht gerade nett und zwar von beiden Seiten.

Den Sonntag habe ich bis jetzt mit Hausaufgaben verbracht und zwar nur mit Englischhausaufgaben und das hat 2 Stunden gedauert und war so einfach. Etliche Übungen bestanden nämlich daraus das man entscheiden sollte ob da ein "the" hinkommt oder nicht. Mit Japanisch habe ich mich auch noch beschäftigt, schreiben nämlich demnächst eine Arbeit und bis dahin muss ich die ganzen Zeichen schreiben und lesen können...Ach ja Estnisch habe ich auch noch gelernt und ein bisschen in einer Zeitung gelesen und war ziemlich überrascht, dass ich den Zusammenhang verstanden habe und nicht mehr nur einzelne Wörter.

Morgen ist dann auch wieder Montag und habe gleich volles Programm mit 8 Stunden.

14.09.2007

Die zweite Schulwoche ist um und wer hätte es gedacht wir haben endlich einen richtigen Stundenplan bekommen und ich noch meinen ganz speziellen bestehend aus: Estnisch (in massen), Englisch, Japanisch, British Literature, Estonian Countrystuding, Chemie, Musik und Sport! Sehr abwechslungsreich muss schon sagen!

Ansonsten habe ich heute weitere Kontakte geknüpft indem ich einfach völlig verwirrt nach dem Raum gefragt habe und indem ich meine Banknachbarin einfach mal angesprochen habe. Man könnte ja meinen ich bin ein ruhiger Mensch, aber gegenüber meiner Banknachbarin bin ich richtig gesprächig. Nur habe ich leider das Problem, dass ich die Anderen nicht so schnell verstehe, obwohl sie Englisch sprechen. Aber zum einen können sie das viel besser als ich und zum anderen haben manche einen sehr starken Akzent.

Was ich irgendwie aber immer wieder amüsant finde ist die Reaktion, wenn ich sage, dass ich aus Magdeburg bin, denn entweder gucken sie mich fragend an oder es kommt sofort "Tokio Hotel"...letzteres sogar häufiger...

Heute bin ich mal wieder mit meinen Gastschwestern alleine und vorhin sind wir mit Fahrrad zum Supermarkt gefahren...wie man so viel Geld für Süßigkeiten ausgeben kann verstehen wohl nur die beide!

Soviel dazu werde mich jetzt um das Abendbrot kümmern!

12.09.2007

So heute bin ich offiziel einen Monat in Estland und ich bin krank...so wie fast alle hier. Seit gestern bin ich zu Hause und meine beiden Gastschwestern ebenfalls.

Ich fand es etwas schade, denn gestern war "Spordipäev" in meiner Schule. Heute ist wieder ein normaler Schultag, d.h. ich verpasse nicht viel, da ich leider so gut wie nichts verstehe. Die einzigen Fächer wo ich bis jetzt relativ gut mit klarkomme sind Physik, Mathe und Japanisch, wenn man die englisch sprachigen Fächer mal nicht mitzählt.

Nächste Woche ist Fox-Day...ohoh. An dem Tag müssen die Schüler der 10. Klasse sich so einiges von denen aus der 12. gefallen lassen. Meine Klassenkameraden scheinen da auch etwas geteilter Meinung zu sein. Einige haben mir gesagt, dass es bestimmt lustig wird und andere wollen am besten gar nicht zur Schule an dem Tag.

Gut des weiteren habe ich am Wochende eine ziemlich lange Radtour mit Andres gemacht, insgesamt 60km zu einem kleinen Dorf an der Ostsee, ganz weit westlich. Dort waren wir bei einer Fischerfamilie und haben dort auch übernachtet. Ich habe hingegen auch jeglichen ekel gegenüber lebendigen Fischen überwunden, zumindest um sie aus dem Netz zu befreien mehr aber auch nicht...!!!

 

03.09.2007

Zuerst einmal komme ich zu meinem Wochenende. Am Samstag war ich beim "GoLive" Festival. Die Musik war aber meist nicht so ganz mein Fall.

Am Sonntag war ich mit meinen Gasteltern und einer meiner Gastschwestern in Tallinn shoppen. Meine Gastschwester brauchte noch eine Schultasche und ich etwas ordentliches zum Anziehen für den ersten Schultag, weil das heimatliche Paket noch nicht den Weg hierher gefunden hat.

Heute war schließlich auch mein erster Schultag in der 10a des Järveotsa Gymnasiums in Tallinn. Mein erster Eindruck, den ich von meiner Klassenlehrerin hatte, hat sich heute auch wieder bestätigt und ich hoffe, dabei wird es auch bleiben. Meine Klasse ist außerdem ziemlich groß. Wir sind 35 Schüler und das ist für mich doch schon eine recht große Umstellung, da ich im vergangende Jahr in einer Klasse mit nur 19 Schülern war.

Ich muss sagen, dass ich ziemlich gut aufgenommen wurde in der Klasse. Es heißt zwar in der 10. sind alle Schüler neu, aber das bestätigt sich bei meiner Klasse nicht so unbedingt, weil sich ziemlich viele schon kannten.

Heute hatten wir noch keinen Unterricht. Um 10 begann der Tag auch erst für uns heute. Zuerst hatten wir eine Stunde mit unserer Klassenlehrerin und sie hat diese Stunde fast ausschließlich auf Englisch gehalten, da ich ja in der Englischklasse bin. Danach waren wir alle in der Aula. Dort wurde zuerst die Nationalhymne und dann die Schulhymne gesungen. Außerdem hat die Direktorin noch eine Rede gehalten, von der ich leider nichts verstanden habe, bis darauf dass sie mich erwähnt hat. Danach folgte noch ein kleines Programm und dann ging es wieder nach Hause.